„Maranatha!“

„Denn wir haben uns nicht etwa auf klug ausgedachte Geschichten gestützt, als wir euch ankündigten, dass Jesus Christus, unser Herr, wiederkommen und seine Macht offenbaren wird. Nein, wir haben seine majestätische Größe mit eigenen Augen gesehen.“

Die Bibel; aus dem 2.Brief des Petrus 1,16

Maranatha – unser Herr kommt!

„Maranatha!“ – Dieses aramäische Wort wurde von den frühen Christen ausgerufen – als Gruß, als Bekenntnis, als Trost. Es bedeutet: „Unser Herr kommt!“
In der Bibel wird uns berichtet, wie Generationen von Menschen über hunderte von Jahren hinweg auf die Ankunft des von Gott versprochenen Messias gewartet haben. Dann endlich erfüllte sich das Versprechen, das Gott gegeben hatte: „als die Zeit dafür gekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde ´als Mensch` von einer Frau geboren… (Gal.4,4)
Gott war in seinem Sohn Jesus Christus selbst zu den Menschen gekommen. Augenzeugen jener Zeit haben die Berichte über Jesus Christus aufgeschrieben; wie z.B. Lukas, der ein Evangelium und die Apostelgeschichte in der Bibel geschrieben hat. Im ersten Teil meines Berichtes…“,so schreibt er, „habe ich über alles geschrieben, was Jesus getan und gelehrt hat, von seinem ersten Auftreten an bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel hinaufgenommen wurde.“ (Apg. 1,1).
Petrus, der wohl bekannteste Jünger und Nachfolger von Jesus, bestätigt es: „…wir haben seine majestätische Größe mit eigenen Augen gesehen“ Petrus war auch dabei gewesen, als Jesus ihn mit zwei weiteren seiner Nachfolger einmal mitgenommen hatte auf einen Berg. Dort hatten sie eine gewaltige Erscheinung gesehen, und Gott hatte sich mit laut hörbarer Stimme zu seinem Sohn Jesus Christus bekannt. Petrus war auch dabei gewesen, als Jesus gekreuzigt worden war; als er – wie schon lange zuvor durch Propheten vorausgesagt – schuldlos für die Sünden der Menschen sterben musste. Er war freiwillig zum „Opferlamm“ geworden, das die Schuld aller Menschen auf sich nahm und sühnte.
Und Petrus war zuletzt auch dabei gewesen, als der auferstandene Jesus vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen worden war. Damals standen „…mit einem Mal zwei Männer in leuchtend weißen Gewändern bei ihnen. »Ihr Männer von Galiläa«, sagten sie, »warum steht ihr hier und starrt zum Himmel hinauf? Dieser Jesus, der aus eurer Mitte in den Himmel genommen worden ist, wird wiederkommen, und zwar auf dieselbe Weise, wie ihr ihn habt gehen sehen.«(Apg. 1,11)
Seitdem stand für Petrus fest: Jesus Christus, ihr Herr, wird wiederkommen. Denn Petrus hatte in der Zeit, in der er ihn begleiten durfte, gelernt: Was Jesus sagt, das trifft zu; und es trifft ein. Was er, zusammen mit den anderen Jüngern, als Augen- und Ohrenzeuge bei Jesus gesehen hatte und was er mit ihm erlebt hatte, das ließ keinen Zweifel zu, dass auch das letzte eintreffen würde – nämlich:  „…dass Jesus Christus, unser Herr, wiederkommen und seine Macht offenbaren wird.“ (2.Petr.1,6)

Jesus Christus – erniedrigt und erhöht

Paulus, ebenfalls ein Apostel von Jesus Christus, schreibt später in einem seiner Brief über die „Mission“ von Jesus Christus:
„Er, der Gott in allem gleich war und auf einer Stufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus. Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. Aber er erniedrigte sich ´noch mehr`: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz ´wie ein Verbrecher`. Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht und hat ihm ´als Ehrentitel` den Namen gegeben, der bedeutender ist als jeder andere Name. Und weil Jesus diesen Namen trägt, werden sich einmal alle vor ihm auf die Knie werfen, alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind. Alle werden anerkennen, dass Jesus Christus der Herr ist, und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben.“ (Phil. 2,6-11)

Es gibt keinen christlichen Glauben ohne die Gewissheit und die Hoffnung, dass Jesus Christus wiederkommen wird! Christlicher Glaube ist kein „Vergangenheitsglaube“. Nein, er ist real.
Wer sein Christsein auf das Ausleben christlicher Werte und Tugenden beschränkt, der hat nicht verstanden, dass Christus mehr möchte und mehr bietet: Nämlich ein Leben in einer persönlichen Beziehung zu ihm, dem Lebendigen!
Religionen verehren Religionsführer, die einmal gelebt haben –  und die gestorben sind. Christen bekennen sich zu einem Herrn, der lebt! Und der nicht nur eine besondere Person, ein besonderer Mensch ist, sondern der Sohn Gottes persönlich! Sie beten zu ihm – weil er lebt! Sie brauchen nicht für seinen Namen zu kämpfen und seine Ehre verteidigen – denn er kann es selber tun – weil er lebt! Und er wird es einmal tun – weil und wenn er wiederkommt!

Jesus Christus – Retter und Richter

Psychologen sagen – so hörte ich kürzlich – dass Christen gelassener leben würden als andere Menschen; weil sie noch etwas Anderes erwarten – in der Zukunft, über ihr Dasein hinaus.
Ob das wohl wirklich immer so zutrifft?
Aber die Aussage stimmt im Kern. Denn eines ist klar: Wer noch auf etwas anderes wartet, muss nicht alles in ein Leben von 70 oder 80 Jahren hineinzwängen. Wer das Leben hier erst als den Anfang sieht, der muss nicht zwanghaft alles „mitnehmen“, was er in dieser kurz bemessenen Zeitspanne unterbringen kann. Der muss nicht zwanghaft danach streben, möglichst viel zu besitzen und zu erleben, bevor seine Zeit vorbei ist. Er erwartet mehr!

Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, schreibt Johannes – ebenfalls ein Augenzeuge jener Tage – folgende Worte im Blick auf die Zukunft:
Passt auf! Mit den Wolken wird er wiederkommen. Alle werden ihn sehen, auch die, die ihn durchbohrt haben! Sein Anblick wird alle Völker auf der Erde in schmerzliche Trauer versetzen. Das ist gewiss! Amen. „Ich bin der Ursprung und das Ziel“, sagt Gott, der Herr, der immer gegenwärtig ist, der immer war und der kommen wird, der Allmächtige. (Offb. 1,7)

Jesus Christus wird ganz gewiss wiederkommen. Auch wenn viele Christen, die darauf warteten, bereits gestorben sind. Und wenn viele andere von uns es vielleicht auch nicht mehr erleben werden.
Er wird wiederkommen – und es werden sich „….alle vor ihm auf die Knie werfen, alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind. Alle werden anerkennen, dass Jesus Christus der Herr ist, und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben.“

Wir alle werden ihn also erkennen – und anerkennen. Entweder als Retter oder als Richter.
Und genau darauf kommt es an: Gott bietet uns durch seinen Sohn Jesus Christus Versöhnung, Vergebung, ja „Rettung“ an:
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten. Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht an ihn glaubt, ist schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.  (Joh. 3,16-18)

ww

Bild: privat