Haben Sie Gott gesehen?

„Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen. Deshalb haben sie keine Entschuldigung dafür, von Gott nichts gewusst zu haben.“

Die Bibel; aus dem Brief an die Römer 1,19

Sommerzeit – Urlaubszeit!

Wo hat es Sie im diesjährigen Urlaub hingezogen? Ans Meer vielleicht? Oder in die Berge? Oder haben Sie vielleicht, wie ich, festgestellt, dass der Ort und die Gegend, in der Sie leben, wunderschön ist? Man müsste eigentlich gar nicht wegfahren – man kann viele schöne Dinge sehen und erleben, ohne viel Geld ausgeben zu müssen. Urlaubsträume und -erinnerungen sind doch etwas Wunderschönes!

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen…“ sagte schon Matthias Claudius. Heute hat sich das Erzählen wohl weitestgehend erübrigt oder zumindest reduziert – meist kommt man mit Hunderten von Bildern von seiner Reise zurück und hat fast jeden Ort und Moment darauf festgehalten. Und immer, wenn wir  diese Bilder anschauen, steht uns alles das, was wir gesehen haben, wieder neu vor Augen. Bilder sind etwas Geniales! Sie halten Gesehenes fest und wecken unsere damit verbundenen Erinnerungen blitzschnell wieder zum Leben.

Haben Sie schon Zeit gefunden, Ihre mitgebrachten Urlaubsbilder anzuschauen? Noch einmal in Erinnerungen zu schwelgen? Dann darf ich Ihnen sicher eine Frage stellen: Haben Sie auf Ihren Bildern GOTT gesehen?

Haben Sie Gott gesehen?

Eigentlich eine dumme Frage, oder? Wir fotografieren Menschen, Tiere, Naturschauspiele, Landschaften, Sonnenuntergänge, ….und vieles mehr. Aber Gott – nein, Gott – sofern es ihn gibt – würde sich ohnehin nicht sehen und schon gar nicht auf einem Bild festhalten lassen. Oder?

Sehen Sie sich doch einmal das obige Bild an – ich habe es in diesem Urlaub gemacht. Können Sie darin die Spuren Gottes sehen? Nein, ich meine nicht die Fußspuren… das waren meine eigenen. Aber der Sand, der die unendlich langen Sandstrände bildete, das Meer, das ohne Aufhören Wellen auf den Strand spülte… Sehen Sie ihn?

In dem oben zitierten Bibelzitat geht es genau darum: Gott lässt sich sehen! Er ist sichtbar – auch und oft gerade besonders auf Ihren Urlaubsfotos ist er zu sehen! Die Berge zeigen seine Erhabenheit und Größe, das Meer seine Gewalt, die vielen verschiedenen Tiere seinen unendlichen Einfallsreichtum, die Pflanzenwelt seine künstlerischen Eigenschaften. Und der Himmel mit seinen Wolken lässt uns ahnen, in welchen Dimensionen wir denken müssten, um ihn auch nur ein stückweit begreifen zu können.

Sehen Sie sich doch noch einmal Ihre schönen Urlaubsbilder an – ja, jetzt können Sie ihn auch darauf erkennen, oder?

Er wohnt(e) unter uns!

Einen ganz besonderen Blick auf den unsichtbaren Gott durften die Menschen vor etwa 2.000 Jahren bekommen. Gott machte sich sichtbar, als er seinen Sohn, Jesus Christus, auf unsere Erde sandte.

Der Apostel Johannes, einer der Hauptaugenzeugen jener Zeit, beginnt seinen Bericht folgendermaßen:

„Er …  wurde Mensch und lebte unter uns. Er war voll Gnade und Wahrheit und wir wurden Zeugen seiner Herrlichkeit, der Herrlichkeit, die der Vater ihm, seinem einzigen Sohn, gegeben hat.“ (Joh. 1,14)
Johannes konnte noch keine Bilder knipsen – aber er schrieb alles genau auf, was er sah und was er mit diesem Jesus Christus erlebte! Sie sind neugierig geworden? Dann lesen Sie doch einfach einmal in der Bibel das Evangelium nach Johannes. Und während Sie diese aufgeschriebenen Erinnerungen lesen, werden Sie Ihn, Gott, erkennen – fast wie auf ihren Urlaubsbildern – nur noch viel umfangreicher und genauer!

Johannes schreibt:
„Er war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet – das Licht, das in die Welt kommen sollte. Er war in der Welt, aber die Welt, die durch ihn geschaffen war, erkannte ihn nicht. Er kam zu seinem Volk, aber sein Volk wollte nichts von ihm wissen. All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ (Joh.1,9-12)

Sehen Sie? – Auch damals haben ihn nicht alle Menschen erkannt. Und das, obwohl er doch leibhaftig unter ihnen war. Einfach hinschauen reicht wohl nicht – man muss bewusst hinschauen und nicht verdrängen, was sich „aufdrängt“…  Alles andere wäre eine unglaubwürdige „Entschuldigung“, von nichts gewusst zu haben. So sagt es der eingangs zitierte Bibeltext aus dem Römerbrief.

Wer ihn aber nicht verdrängt, sondern ihn im Glauben „aufnimmt“, bekam und bekommt das Geschenk, ein „Kind Gottes“ zu werden!

Die von Johannes beschriebene Zeit, als Jesus Christus, der Sohn Gottes, leibhaftig auf der Erde wohnte, ist vorbei. Er wurde von seinen Feinden gekreuzigt. Er wurde von Gott wieder auferweckt und ging zu seinem Vater in den Himmel zurück. Das alles beschreibt Johannes auch genauestens. Aber darf ich Ihnen etwas Erfreuliches sagen: Er ist damit nicht in eine unerreichbare Ferne gerückt, sondern er ist uns nah – sehr nah!

Gott ist uns nahe!

Paulus, ebenfalls ein Augenzeuge jener Zeit, kommt auf einer seiner Reisen nach Athen, wo er einigen Philosophen begegnet, die auf der Suche nach einer Begegnung mit Gott waren.

Hier ein Auszug aus dem, was er ihnen mitteilte:

… nun möchte ich euch von ihm erzählen.
»Er ist der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, erschuf. Weil er der Herr über Himmel und Erde ist, wohnt er nicht in Tempeln, die Menschen erbaut haben. Er braucht keine Hilfe von Menschen. Er selbst gibt allem, was ist, Leben und Atem, und er stillt jedes Bedürfnis, das ein Mensch haben kann. Aus einem einzigen Menschen hat er alle Völker der ganzen Welt hervorgebracht. Er hat im Voraus festgelegt, welche aufsteigen und welche stürzen sollten, und er hat ihre Grenzen festgelegt.
Von Anfang an war es sein Plan, dass die Völker Gott suchen und auf ihn aufmerksam werden sollten und ihn finden würden – denn er ist keinem von uns fern.
 In ihm leben, handeln und sind wir. … Deshalb sollten wir uns Gott nicht als Götzenbild vorstellen, das Kunsthandwerker aus Silber, Gold oder Stein anfertigen. Bis jetzt hat Gott über die Unwissenheit der Menschen hinweggesehen, doch nun gebietet er den Menschen auf der ganzen Welt, sich von den Götzen abzukehren und sich ihm zuzuwenden. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die Welt gerecht richten wird, und zwar durch den Mann, den er dazu bestimmt hat. Und er hat allen bewiesen, wer dieser Mann ist, indem er ihn (Jesus Christus) von den Toten auferweckte.« …
(Apg. 17,23-30)

Gott ist uns also nicht fern! Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal Ihre schönen Urlaubsfotos anschauen. Und lesen Sie noch viel mehr von ihm – in der Bibel.

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Bild: privat