Brot zum Leben

 „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er ewig leben. Und das Brot, das ich ihm gebe, bin ich selbst. Es ist mein Körper, den ich gebe für das Leben der Welt.“

Die Bibel; aus dem Johannesevangelium 6,51

Brot vom Himmel?

Sagt Ihnen die oben zitierte Aussage etwas? Wenn nicht, dann klingt sie zugegebenermaßen ziemlich seltsam. So wie fast jeder Satz, den man aus dem Zusammenhang eines Gespräches oder Ereignisses herausnimmt.

So war auch dieser Aussage ein Ereignis vorausgegangen, von dem uns in der Bibel berichtet wird:

Jesus Christus, der Sohn Gottes, macht in unerklärlicher Art und Weise aus ein paar wenigen Broten so viel Brot, dass tausende Menschen, die ihm zuhörten, davon satt wurden! Dieses Wunder, das Jesus tat, gehört sicher zu den bekanntesten Geschichten des Neuen Testamentes in der Bibel. Ebenso interessant wie das geschehene Wunder ist das Gespräch, das sich im Anschluss zwischen Jesus und einigen seiner Zuhörer entwickelt.

Ein perfekter „Brotkönig“

Als sie ihn zu seiner Wundertat ansprechen, erwidert er:

 „Ich kann euch mit Sicherheit sagen, warum ihr mich sucht. Ihr sucht mich nur, weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Was Gott euch mit diesem Wunder sagen wollte, interessiert euch nicht. Ihr solltet euch nicht so viel Mühe um die vergängliche Speise machen, sondern euch um die bemühen, die für das ewige Leben vorhält.“ (Joh.6,29)

 Sie widersprechen ihm nicht. Er hat ihre Gedanken entlarvt: Jesus – ihr neuer „Brotkönig“. Jemand zu haben, der einfach „herbeizaubern“ kann, was wir uns wünschen oder gerade nötig haben. Ein attraktiver Gedanke. So ein Gott wäre echt notwendig – jemand, der jede Not einfach wenden kann.

Es ist gut, wenn wir einmal diese Frage an uns selbst stellen: Was erwarte ich von dem Gott, an den ich glaube? Was sind meine Erwartungen, die hinter meinem christlichen Glauben stehen? Jeder von uns hat eine Sehnsucht nach Gott – oder modern ausgedrückt: ein Bedürfnis nach Spiritualität. Und auf der Suche nach „Gotteserfahrungen“ sind wir geneigt, gerne alles „mitzunehmen“, was unser Bedürfnis stillen hilft: Gottesdienstbesuche, fromme Rituale, Andachtsformen, erbauliche Aussagen, Stille und Besinnlichkeit, ermutigende Worte, zugesprochenen Trost, „goldene Verslein“ als „Glücksbringer“ in schwierigen Lebenssituationen, Gemeinschaft mit anderen Suchenden, vielleicht auch ein stückweit Selbstbestätigung…

Die Summe all dessen, was Menschen aus ihrem Glauben ziehen oder ziehen wollen ist groß.

Aber für echten christlichen Glauben braucht es viel mehr: Es braucht Christus! Alles andere wäre bloßer „Brotglaube“.

Jesus – Brot des Lebens

Jesus antwortete ihnen:
„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungrig sein, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. … Ja, es ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat…“

Jesus sagt also: „Ihr braucht mich! Ihr braucht den Schöpfer – und nicht nur seine Gaben.“

Glaube ohne eine Beziehung zu Jesus Christus ist nur fromme Geschäftigkeit und führt an dem Eigentlichen vorbei – an Ihm selbst, den Gott, der Vater, gesandt hat, um der Welt das Leben zu geben.

Jesus Christus verspricht, dass der Glaube an ihn unseren permanenten „Hunger“ nach Spiritualität, nach Gewissheit, Hoffnung und Lebenssinn stillen kann. Wer Jesus findet, der ist bei Gott angekommen – der muss sich nicht immer wieder neu auf die Suche nach Gotteserfahrungen machen. Jesus – das „Brot des Lebens“. Wer zu ihm kommt,  „wird nie mehr hungrig sein“.

Auf der Suche nach Unvergänglichem DEN Unvergänglichen zu finden – das klingt sehr schwierig … weil es so einfach ist. Wer den Worten von Jesus Christus Glauben schenkt und ihm nachfolgt, dem schenkt Gott das ewige Leben. Wer hier auf der Erde mit Jesus lebt, der wird auch nach seinem Tod bei und mit ihm weiterleben – so hat er es versprochen. Die in der Bibel berichtete geschichtliche Tatsache, dass er selbst, Jesus Christus, nach seiner Hinrichtung wieder von den Toten auferstanden ist, ist Beweis und Garantie dafür, dass er die Kraft hat, jeden Menschen zum ewigen Leben zu erwecken. Ein starkes Versprechen und eine wunderbare Gewissheit!

Und eines machen diese Worte auch deutlich: Wenn und wo Jesus Christus nicht mehr der Inhalt und Mittelpunkt christlichen Glaubens, Lebens und christlicher Verkündigung ist, da handelt es sich buchstäblich nur um eine „brotlose Kunst“ – eine Beschäftigung, von der niemand wirklich leben kann, die niemandem den Weg zu echtem, ewigen Leben zeigt.

Jesus – „Brot vom Himmel“ – wunderbar, oder?

Gott schenkt uns mit seinem Sohn Jesus Christus alles, was wir zum zeitlichen und ewigen Leben brauchen. Denken Sie daran. Vielleicht gerade immer dann, wenn Sie ein gutes Brot genießen. Und suchen Sie das „lebendige Brot“.

ww

Bild: pixabay